Gerüchte, Legenden, Falschmeldungen |
Aktuell einige Punkte zu einer „Meldung“ (wenn
man das überhaupt so nennen kann) in der Harburger Rundschau
8.11.08
- Der Bund übernimmt die Deichinstandsetzung
Falsch: Es Wird nur über das Deckwerk und das Vorland
verhandelt, der Deich bleibt Landessache
- Die Deichverbände sagen Ja
Falsch: Weiter unten steht: „Wenn die Deichverbände…“ Das
widerspricht sich also schon selbst.
- Mit dem Vertrag ist die Frage der Deichsicherheit vom Tisch
Falsch: Die Deichsicherheit hängt nicht von der Frage
ab, wer für die Ufer unterhält. Die von den Planern
verheimlichte Erosion der Unterwasserböschung am Lühebogen
gefährdet die Deichsicherheit nach wie vor, vgl. Querschnitt
bei Elbe-km 646 unter Fakten/Schäden/Altes land. Die skandalösen
sog. „Joggergutachten“ der BAW im Altenbrucher
Bogen halten keiner Überprüfung stand.
- Der Weg zur Elbvertiefung ist frei (Überschrift)
Falsch: Die Neuordnung der Zuständigkeiten für Deckwerk
und Deich löst die Frage der Deichsicherheit nicht. Die
Belange der Wasserwirtschaft und der Landeskultur sind davon
ebenfalls unberührt. Auch dafür ist das Einvernehmen
erforderlich.
- Nach dem Vertragsabschluss zwischen Bund, Land und Deichverbänden
gibt es für Niedersachsen keinen Grund mehr, das Einvernehmen
zu verweigern
Falsch: siehe Punkt davor
Weitere Gerüchte
- Die Elbe ist schon längst vertieft
Falsch: Das Freihalten der Fahrrinne übersteigt die Kapazitäten
von Baggern und Kassen. Es wurden bereits Tonnen zurückverlegt
und man denkt darüber nach, die Befahrbarkeitstiefe zu
reduzieren
- Die großen Maersk können nicht nach Hamburg.
Falsch: Selbst die „Emme Maersk“ mit 15,50 m Konstruktionstiefgang
wäre voll beladen noch so flach, dass sie Hamburg anlaufen
könnte. Die Maersk-Schiffe, die Hamburg heute anlaufen,
haben einen Konstruktionstiefgang von 14,5 m, aber bisher war
kein einziges dafür auf Hochwasser angewiesen, denn das
einlaufend war das tiefste von ihnen mit 12,5 m Tiefgang in
Frischwasser noch 30 cm von der Tideabhängigkeit entfernt
und auslaufend war es mit 11,80 m noch einen ganzen Meter davon
entfernt.
- Auf der Elbe fahren die Schiffe mit Diesel statt mit Schweröl
Falsch: Viele können nur mit Schweröl fahren, auch
neue große Schiffe
- Man kann ja doch nichts machen…
Falsch: Die vor 20 Jahren geplanten Giftschlickdeponien an
der Unterelbe sind trotz ratifiziertem Staatsvertrag verhindert
worden, die A-20 ist ebenfalls nicht gebaut worden und eine
Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoffe war in
Deutschland nicht durchsetzbar
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