Aktuelle News



13. August

Die Bild-Zeitung meldet in ihrer Hamburger Ausgabe, dass die Elbvertiefung sich um mindestens 5 Jahre verzögert, wenn sie denn überhaupt noch erfolgt. Auch sollen dann die Kosten von ca. 385 auf über 500 Mio. Euro steigen. Allein die Buhnen bei Otterndorf sollen statt der veranschlagten 22 Mio. mindestens 70 Mio. Euro kosten.

Trifft die Meldung zu, wäre das für den Hamburger Senat und die Planer ein Desaster. Sollten unsere eigenen Informationen aus gut informierten Kreisen zutreffen, so war der sich abzeichnende Schiffbruch des Projekts Elbvertiefung ursächlich für den ungewöhnlichen Abgang des Führungsduos von Beust/Gedaschko. Wollte die Führungsmannschaft das sinkende Schiff schnell noch vor Bekanntwerden der Havarie verlassen? Die vermutlich auf Indiskretionen beruhende frühzeitige Meldung der Bild-Zeitung wäre dann wie ein Knüppel zwischen die Beine der Flüchtigen bei ihrem ohnedies schon unrühmlichen Abgang.

Eindeutig falsch ist die Aussage der Bild-Zeitung, dass die Fahrrinnen-Tiefe der Elbe für Riesen-Frachter wie die „Christophe Colomb“ nicht ausreicht. Sie hätte Hamburg sogar mit 13.880 20-Fuss-Containern und einem tatsächlichen Tiefgang von 14,50 m tideabhängig anlaufen können, hatte aber tatsächlich bei 13,30 m Tiefgang "nur" ca. 12.000 an Bord, zu sehen auf unserem Video (http://www.youtube.com/watch?v=2sibKp9BTrI)

Auslaufend betrug der Tiefgang gar nur 11,60 m, das Schiff lief also tideunabhängig aus. Erst ab 12,20 m wäre es tideabhängig gewesen bis zum maximal möglichen Tiefgang von 13,00 m. Auch das größte Containerschiff hat Hamburg erreicht und wieder verlassen und hätte dabei noch tausende Container mehr mitnehmen können.

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde gibt sich gut informiert aber diesbezüglich ahnungslos. (www.hamburg.de/bwa)



8. August 2010

Diese Seite zeigt die Schiffe im Hamburger Hafen:
http://www.hafenradar.de/vessels/hamburg



6. August 2010

Das Regionale Bündnis veranstaltet für seine Mitglieder am Samstag, 11. September um 10.00 Uhr eine Medemfahrt ab Schleuse Otterndorf nach Ihlienworth



19. Juli 2010

Die Schiffswelle der "CMA CGM Christophe Colomb" hat den Strand überflutet und die Badegäste in die Flucht geschlagen.

Das Video bei YouTube dokumentiert den Ablauf:

http://www.youtube.com/watch?v=2sibKp9BTrI

Wer alle Videos zum Thema finden will sucht bei YouTube mit:
"CMA CGM Otterndorf"



14. Juli 2010

bis heute 24.00 Uhr können Einwendungen per Fax an Telefax: 0431/ 3394 - 6399 gesendet werden oder bei den Kommunen abgegeben werden.

Die heutige Pressemitteilung:
Hohe Wellen schlug am Dienstag das neue Megaschiff "CMA CGM Christophe Colomb" bei seiner Passage des Otterndorfer Strandes. Bei bestem Sommerwetter, wenig Wind und ruhigen Wasser zog der Containerriese in langsamer Fahrt an Otterndorf vorbei und bot den Strandgästen bei Kap Jakob ein imposantes Bild. Doch die vermeintliche Idylle war von kurzer Dauer.

Wenige Minuten nach dem Passieren erreichten die Schiffswellen des Megaschiffes das Ufer und überrollten den etwa 30 m breiten Sandstrand vollständig. Dort wo eben noch Kinder friedlich gespielt hatten und die Eltern den gemeinsamen Strandurlaub in der Sonne liegend genossen hatten war plötzlich tosendes Wasser. Die Strandgäste waren auf das höhere Ufer geflüchtet und hatten sich im Schilf in Sicherheit gebracht.

Auch am Deckwerk hatten kleine Kinder ahnungslos gespielt. Niemand hatte das dort aufgestellte Warnschild richtig gedeutet. Dass dennoch niemand von ihnen zu Schaden kam, ist nur einem umsichtigen mit Schiffswellen erfahrenen Hobbyfilmer aus Otterndorf zu verdanken. Er hatte kurz zuvor energisch dafür gesorgt, dass sich kein Kind mehr am Deckwerk aufhielt, als die Wellen dort unvermittelt aufschlugen. Doch dann wurde der Filmer selbst von dem Ausmaß überrascht musste sein Stativ in den tosenden Wellen zurücklassen.

" Der Anlauf dieses Schiffes hat gezeigt, dass eine neue bisher nicht untersuchte Dimension der Gefährdung an den Stränden und der Belastung der Ufer und aller Sicherungsbauwerke erreicht ist", sagte dazu der Sprecher des Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung, Walter Rademacher. "In den Planunterlagen sind die Belastungen von Schiffen der Megaklasse nirgends berücksichtigt worden. Das ist etwa vergleichbar mit dem Befahren einer 30-Tonnen-Brücke durch Schwertransporte. Die Elbe für diese Megaschiffe freizugeben ist unverantwortlich"

der Link zum Video oben rechts =>



12. Juli 2010

Pressemitteilung vom 11. Juli 2010:
Riesiges Containerschiff nach Hamburg – Jade-Weser-Port überflüssig?

Am kommenden Dienstag den 13. Juli wird das erste Containerschiff der Megaklasse in Hamburg erwartet: Die „CMA CGM Christophe Colomb“ mit einer Kapazität von 13.880 TEU soll den Hamburger Hafen künftig regelmäßig auf der neu eingerichteten gemeinsamen FAL5-Linie von CMA CGM und Maersk anlaufen. Bisher hielten Schiffe mit 11.356 TEU den Größenrekord.

„Mit der Ankunft diese Schiffes wird deutlich, dass die geplante Elbvertiefung weniger auf das Bemessungsschiff der Planunterlagen mit 350 m Länge und 10.000 TEU (Super-Post-Panmax) abzielt, sondern auf die Schiffsklasse darüber, die Very Large Container Ships (VLCS)“, sagte dazu der Sprecher des Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung, Walter Rademacher.

Bereits am 17. April 2008 hatte der CDU-MdB und heutige Parlamentarische Staats-sekretär Enak Ferlemann in einer Sitzung des Rats der Stadt Cuxhaven gesagt, dass die Elbvertiefung für die nächste Schiffsgeneration erfolgen soll. Auch in der Bedarfsbegründung der 3. Planänderung führt das Bremer Institut ISL aus: „Die geplante Elbvertiefung bietet dem Hafen Hamburg die Möglichkeit, in den oberen Größensegmenten den Marktanteil zu steigern…“, und die vorhandenen Containerbrücken wurden nicht zufällig für die deutlich breiteren VLCS ausgelegt.

Die Elblotsen werden bereits am Fahrsimulator auf Schiffe von 400 m Länge vorbe-reitet, also noch deutlich mehr als die „CMA CGM Christophe Colomb“ mit 365,50 m Länge. Die aktuellen „Bekanntmachungen für Seefahrer“ ermöglichen bereits ohne weiteren Elbausbau Schiffen bis 410 m Länge den Weg nach Hamburg, und damit 50 m länger als bisher.

Angesichts stagnierender Umschlagszahlen und ausreichender Kapazitäten und Dimensionen in Hamburg und Bremerhaven stellt sich damit unweigerlich die Zukunftsfrage für den Jade-Weser-Port. Über 600 Mio. hat das Land Niedersachsen dort aus Steuermitteln investiert – mit hohen Folgekosten und ungewissen Zukunftsaussichten.

Droht der neue Hafen jetzt zur Investitionsruine zu werden? Die Umschlagunternehmen Maersk und BLG-Logistics/Eurogate haben ihre geplante Investition von 375 Mio. Euro in die Wilhelmshavener Anlagen zunächst um 9 Monate verschoben, sehr zum Unmut des hilflosen Landes Niedersachsen. Weiterhin stehen sogar Verschiebungen um mehrere Jahre im Raum, weil die vorhandenen Umschlagkapazitäten und –anlagen in Bremerhaven und Hamburg von der Hafenwirtschaft als ausreichend angesehen werden.

Dabei gibt es klare Beschlüsse des Bundes und der beteiligten Küstenländer Ham-burg, Niedersachsen und Bremen, wonach ein deutscher Tiefwasserhafen in Wil-helmshaven für die großen Containerschiffe ab 10.000 TEU mit Konstruktionstief-gängen über 14,50m gebaut werden soll. Jetzt wo dieser Hafen bald fertig ist, unter-läuft Hamburg diese Beschlüsse und will auch die ganz großen Schiffe mit seinen Maximalforderungen einer Elbvertiefung bis zu 2,42m auch mit großer Auslastung nach Hamburg holen. Bezahlen soll das wieder einmal der Steuerzahler mit 400 Millionen Euro und ebenfalls hohen Folgekosten für Unterhaltungsbaggerungen.

Das würde nicht nur zu Lasten von Wilhelmshaven gehen, sondern auch der gesamten Unterelberegion. Walter Rademacher vom Regionalen Bündnis appelliert deshalb an den Niedersächsischen Ministerpräsidenten dieser Verschwendung von Steuergeldern zu Lasten von Mensch und Natur mit allen Mitteln entgegenzutreten und der geplanten Elbvertiefung das notwendige Einvernehmen zu versagen.

„Wenn man es auf den Punkt bringt, verbirgt sich hinter der Fassade des reklamier-ten „öffentlichen Interesses“ für die Elbvertiefung in Wahrheit nur rücksichtsloser Egoismus und die Neuauflage des jahrhundertealten Wirtschaftskrieges gegen die Nachbarn“, resümiert der Bündnissprecher.



31. Mai 2010

Die Planunterlagen Änderung III stehen hier zum Download bereit:
http://www.fahrrinnenausbau.de/planaenderung/planaenderung_3.php



30. Mai 2010

Fürbitteandacht/Mahnwache Di. 1. Juni 18.45 Uhr in Otterndorf

Elbekirchentag WE 12./13. Juni Hitzacker www.elbekirchentag.de

Bündnistreffen Di. 15. Juni 19.00 Uhr Neuhaus



26.10.2009

Heute wurde bekannt, dass Enak Ferlemann als parlamentarischer Staatssekretär künftig für die Elbvertiefung zuständig ist. Aus diesem Anlass drei Zitate:

1. Abgeordnetenwatch, 11. April 2009
"Zu den Fahrrinnenanpassungen von Weser und Ems stehe ich positiv, ebenso zur Außenelbevertiefung. Die Unterelbevertiefung in der bisher geplanten Form lehne ich ab, woraus ich nie einen Hehl gemacht habe."

2. NEZ-Interview vom 4. Juli 2009
Frage: Glauben Sie, die Elbvertiefung ist noch zu verhindern?
Ferlemann: In der derzeit geplanten Form ja. Die Einwendungen aus unserer Region sind so qualifiziert, dass der Planfeststellungsträger große Schwierigkeiten haben dürfte, darüber hinwegzugehen.

3. NEZ vom 26. Oktober 2009:
Sogar für die Elbvertiefung wird der erklärte Gegner dieses Millionen-Projektes als neuer Staatssekretär zuständig sein und schwört: „Da werde ich dann wohl mal korrigierend eingreifen müssen."

Kommentar: Das war nach eigenen Angaben bei der letzten Elbvertiefung auch schon der Fall. Mit dieser Personalentscheidung ist nach Senator Gunnar Uldall und Staatsrat Gunter Bonz nun auch der dritte kompromisslose "Betonkopf" in Sachen Elbvertiefung abgetreten, die parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth.

Nächstes Bündnistreffen:
Di., 24. Nov. 2009 19.00 Uhr in Neuhaus, "Gasthof Achtern Diek"



18.09.2009 Dresden/Dessau/Magdeburg/Cuxhaven

Einladung zum ElbeMahnFeuer
am Sonnabend, den 19.09.09 bei Sonnenuntergang von Dresden bis Cuxhaven

In Cuxhaven (Grimmershörnbucht Höhe Dohrmannstraße), Otterndorf beim See Achtern Diek und am Lüheanleger werden die Mahnfeuer um 20.00 Uhr entzündet.

Eine Aktion zur Bundestagswahl für den Schutz unserer Flusslandschaft

Das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung und das Netzwerk Elbe lädt am 19.9.09 um 19.00 /20.00 Uhr zu einer Mahnfeuer-Kette entlang des gesamten Flusses ein. Am abendlichen Feuer soll gemeinschaftlich die Verbundenheit der Menschen mit ihrer heimatlichen Flusslandschaft ausgedrückt werden. Teilnehmen werden Umweltverbände, Gewerbevereine, Kommunen, Kirchen und Parteien.

Die konkreten Anlässe der Aktion sind vielfältig:
Sie reichen von der Aberkennung des Welterbetitels „Dresdner Elbtal“ über die Gefährdung des UNESCO-Welterbe-Gebietes Dessau-Wörlitzer Gartenreich und des UNESCO-Biosphärenreservates „Flusslandschaft Elbe“ durch die laufenden Elbvertiefungen. Eine Vielzahl Europäischer Schutzgebiete entlang des Flusses, wie die Vogelschutz- und FFH-Gebiete bedroht. Die Planung neuer Kohlekraftwerke wird ebenso als Gefährdung des Lebensraumes Elbe angesehen.

Das Bündnis will mit der Mahnfeueraktion darauf hinweisen, dass das Schicksal der Flusslandschaft von politischen Entscheidungen über den weiteren Umgang mit diesem Fluss abhängt. Es geht darum, Prioritäten zu setzen:
Nach einer repräsentativen EMNID-Umfrage (Auftraggeber: Bundesverkehrsministerium) wünschen 94% der Bevölkerung, dass mehr für Umweltschutz und Freizeitnutzung/Erholung an Flüssen getan werde.
Nach Meinung der Befragten sollte das politische Engagement an Flüssen für Transportzwecke reduziert werden. (Siehe Anlage Elbe-Labe-Rundbrief, S.2)

Die konzertiere Aktion soll auch dazu genutzt werden, um über den hohen ökologischen und touristischen Wert der Elblandschaft zu informieren. Der „Schatz Elbe“ darf nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden, so die Veranstalter. Eingeladen sind u. a. auch die Direktkandidaten für die Bundestagswahl. Von den gewählten Politikern wird es maßgeblich abhängen, wie über die Zukunft der Elbe entschieden wird. Nach den vorliegenden Antworten der fünf Bundesparteien ist zu befürchten, dass Bauvorhaben zu Lasten der Natur- und Kulturlandschaft nach der Wahl fortgesetzt oder gar forciert werden. Vor solchen Fehlentwicklungen wollen die Veranstalter der ElbeMahnFeuer nachdrücklich warnen.

Aktionen sind bislang geplant in:

19.00 Uhr:
Pirna, Dresden, Coswig, Meißen, Riesa, Mühlberg, Torgau, Coswig/Anhalt, Wörlitz, Dessau, Aken/Steutz, Magdeburg, Burg/Rogätz, Arneburg, Klitznick, Wittenberge, Hitzacker und Bleckede

20.00 Uhr:
Lüheanleger, Otterndorf und Cuxhaven.

Weitere Infos: www.elbeinsel.de

Kontakte:
Walter Rademacher: Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung 04752-841074
Ernst Paul Dörfler: BUND-Elbeprojekt 039244 290 bzw. 0178 1617800
Iris Brunar: Sprecherin PRO ELBE 0178 1630204";}


 



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