Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung

 

Archiv Pressemitteilungen, Presseerklärungen

PM: Alte Schwachpunkte bleiben, neue Risiken kommen dazu
Regionales Bündnis bietet neue Einwendungshilfe

PM: Alte Schwachpunkte bleiben, neue Risiken kommen dazu

"Wachstumsdelle" und Auswirkungen des Klimawandels an der Tideelbe

Elbvertiefung: Lügengebäude eingestürzt - GAU für die Planer

Offener Brief vom 17. Februar 2009

Rechtsstaatlickeit nur Formsache?

Regionales Bündnis warnt Umweltminister Sander vor „Kungelei“
bei der Deichsicherheit und einer weiteren Elbvertiefung >>

Tausch der Zuständigkeit macht Deiche nicht sicher >>

Neunte Elbvertiefung, zweiter Anlauf 
Rechtswirksamkeit der alten Einwendungen durch erneute Planauslegung nicht gewährleistet! 

Bedarf für die Elbvertiefung: Erneute Absage von Detthold Aden - Die Führungsebene kneift

Aktuell: Mahnwachen am 1. August in Otterndorf wegen Altstadtfest am Jachthafen / Elbterassen

Brief an Minister Tiefensee
und Briefwechsel "Bündnis" - "Unternehmerverband Hamburg Hafen e. V."

Pressemitteilung zu 1 Jahr Mahnwachen gegen Elbvertiefung >>

*Sauerstoffloch in der Unterelbe – der Verursacher Hamburg muss zahlen!*

PM vom 17.04.2008
Regionales Bündnis gegen Elbverteifung- Elbverteifung als wirksame Sparmaßnahme für Finazminister Steinbrück

BUND Hamburg fordert im schwarz-grünen Koalitionsvertrag ein klares „Nein“ zur Elbvertiefung

PM des Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung zur „Elbvertiefung light“ vom 07.04.2008

BUND pm 23/Hamburg, 01. April 2008

PM vom 17.03.2008 des BUND zu Koallitionsverhandlungen - PDF Download >>

PM vom 29.02.2008 des Regionalen Bündnis gegen Elbvertiefung

Pressemitteilungen vom 20.02. und 21.02.2008

Pressemitteilung von Rettet die Elbe vom 19.02.2008

Pressemitteilung vom 04.02.2008

Pressemitteilung des BUND vom 11.01.2008

Pressemitteilung vom 10.01.2008

Pressemitteilung vom 06.01.2008

Pressemitteilung 06.01.2008

Presseinformation Hamburg-Magdeburg-Dresden, 27.12.2008

Presseerklärung 11. Mai 2007 >>

Zwischenbilanz - Pressemitteilung vom 16.01.2008

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, sehr geehrte Damen und Herren auch in den Parlamenten, Redaktionen, bei den Gemeinden, den Segelvereinen und Umweltverbänden, liebe Freunde,

unsere Aktion "Fackeln für die Elbe", die wir gemeinsam mit den Menschen von der Mittelelbe - insbesondere Frau Iris Brunar - am 13. Januar durchgeführt haben, hat durch die Teilnehmerzahl von ca. 15.000 Menschen und ihre Ausdehnung von der Nordsee bis zum Elbsandsteingebirge wieder neue Maßstäbe im Protest gegen die sinnlose Zerstörung unserer Flüsse und die Gefährdung der Menschen an ihren Ufern gesetzt. Nachdem bereits am 18. März bei Orkansturm, Kälte und Graupelschauern Tausende von Cuxhaven bis Hamburg mit "Fackeln auf dem Deich" waren, folgte am 26. April eine Petition an den Niedersächsischen Landtag mit 14.000 Unterschriften. Kurz darauf  am 4. Mai gab es eine Kutterdemo in der Elbmündung und es gingen 5.200 Einwendungen gegen die geplante Vertiefung der Tideelbe bei der WSD Nord ein. Vor diesem Hintergrund verzichtete man in Hamburg lieber auf die vorgezogene Teilbaumaßnahme.

An der Rekordzahl von 5.200 Einwendungen arbeitet man bei der WSD Nord in Kiel noch heute, denn es war nicht nur die schiere Masse, sondern auch die Qualität der Einwendungen, die dem Träger des Vorhabens (TdV) noch immer Kopfzerbrechen bereitet oder anders herum betrachtet, die schlechte Qualität der Planung sowie der Planunterlagen. Dadurch wurde der Zeitplan des TdV vollkommen über den Haufen geworfen. In dieser gewonnenen Zeit wurden viele weitere Probleme aufgedeckt. Vor Ende 2008 wird es lt. Herrn Minister Tiefensee keine Entscheidung geben können und auch an der Überprüfung des Bedarfs - wie mir persönlich in Otterndorf zugesagt - hält Herr Tiefensee nach neueren Meldungen doch fest. Ich habe inzwischen die Daten von 280 Schiffen der SPP-Klasse aus dem letzten halben Jahr erfasst und ausgewertet. Das sind die Schiffe, für die die Elbe angeblich vertieft werden soll, Ergebnis: Die Schiffe fuhren immer flacher nach Hamburg (s. u.), während der Jahresumschlag wiederum eine zweistellige Steigerungsrate aufweist und in 2007 bei ca. 10 Mio TEU angekommen ist. Diese Daten werden Herrn Tiefensee zugeleitet und es werden weiter entsprechende Daten gesammelt. Vor diesem Hintergrund ist es nicht nachvollziehbar, wie die Elbvertiefung einen Arbeitsmarkteffekt haben kann. Auch der Unternehmensverband Hafen Hamburg konnte uns bei unserem Besuch des Eurogate am 5. Oktober 07 einen zwingenden Bedarf für die Elbvertiefung nicht plausibel erklären. Abgesehen von geringfügigen Vorteilen für wenige auslaufende Schiffe ändert die Elbvertiefung so gut wie nichts am Schiffsverkehr auf der Elbe, und noch tiefere Schiffe erwartet man in Hamburg nach eigener Aussage nicht.

Die Aktion "Fackeln für die Elbe" von Cuxhaven bis Dresden hat wieder viele Menschen aufgerüttelt und auf das Thema aufmerksam gemacht. Sie hat uns allen auch Mut gemacht und uns gezeigt, dass wir wirklich etwas tun können. Erinnern wir uns: Vor 15 Jahren sollten uns in der Elbmarsch mehrere 45 m hohe Deponien mit stark belastetem Hafenschlick vor die Haustür gesetzt werden. Unser entschlossener und fachkundiger Widerstand hat das damals verhindert, Gott sei Dank! Die Schönheit unserer Landschaft ist erhalten geblieben und das Problem wurde anders gelöst. Daraus haben wir gelernt, dass hier nicht alles geschehen muss, was man in Hamburg möchte. Man muss zunächst die Angaben zum Bedarf prüfen und dann nach Alternativen suchen.

Aus gutem Grund wehren wir uns auch gegen die weitere Zerstörung der Elbe und den daraus resultierenden unkalkulierbaren Risiken. Die letzte Elbvertiefung hat dazu geführt, dass die Elbe besonders im Altenbrucher Bogen außer Kontrolle geraten ist. 20 Mio. m³ Unterhaltungsbaggerung jährlich sind ein unübersehbares Zeichen dafür. Zum Vergleich: Für die letzte Elbvertiefung wurden 14 Mio. m³ gebaggert und für die nächste sind 38,5 Mio. geplant, und was kommt dann? Schon durch die letzte Vertiefung sollte die Unterhaltungsbaggerung eigentlich vermindert werden, aber das Gegenteil ist eingetreten. Mehr als bescheidene drei Jahre kann man die Auswirkungen einer solchen Baumaßnahme nicht hinreichend sicher prognostizieren, das haben wir unmittelbar erfahren dürfen: Leider hatte u. a. bei der letzten Elbvertiefung auch niemand prognostiziert, dass das Otterndorfer Watt infolgedessen schneller erodiert. Unser Leben, unsere Häuser und unsere Landschaft stehen auf dem Spiel und nur wir selbst können das retten. Dafür sind weitere Aktionen auf allen Ebenen erforderlich. Gemeinsam sind wir stark genug, das zu schaffen.

Mein Dank gilt allen ganz besonders, die uns aktiv unterstützt haben.

Die positive Bilanz der Podiumsdiskussion der 6 Kandidaten am 9.1. Otterndorf hat im Nachgang Niederschlag in der sogenannten "Otterndorfer Erklärung" gefunden. Dort sind die Übereinstimmungen der Kandidaten aller Parteien sozusagen als kleinster gemeinsamer Nenner gefasst worden. Die "Otterndorfer Erklärung" liegt den Kandidaten als Entwurf seit Freitag vor und 5 Kandidaten haben ihr bereits zugestimmt. Anfang kommender Woche soll die "Otterndorfer Erklärung" der Presse vorgestellt werden.

Tiefgänge

Weitere Pressequellen:

http://www.n24.de/service/suche/index.php?SEARCH=elbvertiefung&x=0&y=0

Für das Regionale Bündnis gegen Elbvertiefung

mit freundlichen Grüßen

Walter Rademacher

 

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